Moor reicht noch für 200 Jahre

3. März 2014 – 11. Visite der “Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V.” in den Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co. Moorbad Bad Doberan

Bad Doberan (03.03.2014) – Was drauf steht, wird auch noch lange drin sein können. Das Moorbad Bad Doberan muss sich um das kostbare Gut, das der Dr. Ebel Fachklinik ihren Namen gab, keine Sorgen machen. “Die Vorräte reichen noch für rund 200 Jahre”, sagte Dr. Peter Kupatz auf der 11. Visite des Vereins “Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern” in dem stattlichen Gebäude am Rande der Münsterstadt Bad Doberan.

 

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Von Mai an bis zum Frostanbruch werden täglich 35 Tonnen Festmoor in der Conventer Niederung, einem Moorgebiet von  rund 1200 Hektar am unmittelbar hinter der Ostseeküste zwischen Heiligendamm und Börgerende-Rethwisch liegenden Conventer See, abgebaut. Pro Jahr sind dies insgesamt etwa 2500 Tonnen. Dafür braucht die Klinik sogar eine Schürfgenehmigung für den Tagebau. Täglich werden 15 Tonnen, die in der Klinik aufbereitet werden, für die Behandlungen gebraucht. “Moor ist ein sehr teures Therapiemittel”, berichtete Dr. Kupatz. “Pro Behandlung müssen wir rund 20 Euro zuschießen.

 

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Die Moorbäder sind aber nur eine, wenn auch prägende Behandlungsmethode der 1996 eröffneten Klinik, deren Wurzeln bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen.

 

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Behandlungsschwerpunkte sind:

–   Orthopädie
–   Rheumatologie
–   Onkologie
–   Physikalische Medizin
–   Naturheilverfahren

 

Einen Namen hat sich die Einrichtung – eine von insgesamt acht der Dr. Ebel-Fachkliniken in Deutschland – auch mit der Rehabilitation von Spitzensportlern gemacht. Zu den Patienten zählten und zählen Weltklasse-Leichtathleten wie Astrid Kumbernuss, Franka Dietzsch und Julia Mächtig ebenso wie die Handballer vom HC Empor Rostock oder die Fußballer vom FC Hansa Rostock.

 

“Wir sind ein Familienbetrieb. Familie hat etwas mit Verlässlichkeit zu tun. Das wollen wir `rüberbringen”, sagte Klinikleiter Diplom-Kaufmann Rainer Grimm. Über 125 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Patienten, darunter 13 Ärzte und 23 Physiotherapeuten. “Wir sind eine schlagkräftige Truppe”, versicherte Grimm. Dafür zeugen interne und externe Qualitätskontrollen. “In einer Zufriedenheitsskala mit dem Höchstwert 6 liegen wir weit über 5”, sagte er.

 

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Die Auslastung der Einrichtung, die eine Kapazität von 230 Betten hat, lag in den vergangenen zehn Jahren bei durchschnittlich 91,2 Prozent. “Das ist eine sportliche Zahl. Dafür muss man ganz schön ackern”, bekannte der Klinikchef. 63 Prozent der Patienten kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, 11 aus Brandenburg und 4 Prozent aus Hamburg.

 

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