14. Visite an bedrückendem Ort

7. November 2014 – Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock
Hermannstraße 34b, 18055 Rostock

Fast auf den Tag genau 25 Jahre nach der Maueröffnung war ein geschichtsträchtiger Ort Schauplatz der 14. Mitgliedervisite. In der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Staatssicherheit in Rostock wurden für die Teilnehmer die Mittel und Methoden der Staatssicherheit und deren Wirkung auf Betroffene anschaulich deutlich. “Das war für mich schon ein bedrückendes Gefühl”, sagte Vereinsmitglied Falk Schröder nach der zweistündigen Veranstaltung mit einer filmischen Dokumentation und einer anschließenden Besichtigung der Gedenkstätte im Zentrum der Hansestadt.

 

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7. November 2014, 15.00 Uhr – Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock
Hermannstraße 34b, 18055 Rostock

 

Fast auf den Tag genau 25 Jahre nach der Maueröffnung war ein geschichtsträchtiger Ort Schauplatz der 14. Mitgliedervisite. In der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Staatssicherheit in Rostock wurde für die Teilnehmer die Mittel und Methoden der Staatssicherheit und deren Wirkung auf Betroffene anschaulich deutlich. “Das war für mich schon ein bedrückendes Gefühl”, sagte Vereinsmitglied Falk Schröder nach der zweistündigen Veranstaltung mit einer filmischen Dokumentation und einer anschließenden Besichtigung der Gedenkstätte im Zentrum der Hansestadt.

 

Die Untersuchungshaftanstalt wurde von 1958-1960 in der Rostocker Innenstadt gebaut. Sie war von Bürogebäuden der Staatssicherheit umgeben und lag somit abgeschirmt von der Außenwelt.

 

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In den etwa 50 Zellen konnten 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Bis 1989 durchlebten rund 4900 Untersuchungshäftlinge leidvolle Wochen und Monate. Sie waren vorwiegend aus politischen Gründen verhaftet worden. Viele wollten selbst über ihr Leben bestimmen und hatten versucht, aus der DDR zu fliehen. Andere hatten Kritik an den politischen Verhältnissen geäußert.

 

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Psychischer Druck bei den Vernehmungen, die Haftbedingungen, Angst und Ungewissheit führten nicht selten dazu, dass die Häftlinge zusammenbrachen. In den Verhören wurden sie zu Geständnissen genötigt, die in den folgenden Schein-Gerichtsverfahren gegen sie verwendet wurden.

 

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In der Dokumentations- und Gedenkstätte können die Besucherinnen und Besucher den Zellentrakt und die Originalzellen besichtigen. Bei Führungen sind auch der “Freihof”, die “Dunkelzellen” und ein Gefangenentransportwagen zu sehen.

 

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Quelle:
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
D-10178 Berlin

 

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