Wir waren drin! Neues Ärztehaus begeistert Gesundheitsregion MV
Rostock (22.04.2026) – Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung hatten wir die Möglichkeit einer exklusiven Führung durch das schmucke neue Ärztehaus am Südring in der Rostock-Südstadt. Bevor es losging gaben Frank Streeck und Thomas Grimm als Vertreter des Generalunternehmers, der Atriumhaus GmbH, interessante Einblicke in das Entstehen dieses komplexen Gebäudes. Welches von Rostocks bekanntem Architekten Tilo Ries entworfen wurde. Dessen Markenzeichen sind auffällig geschwungene Formen und viel Glas an der Fassade. Man habe an der Außenseite so gut wie keine gerade Wand, so Bauingenieur Thomas Grimm. Seine Form hat dem Bau schon vor Fertigstellung den Spitznamen „Controller“ eingebracht. Bei der baulichen Umsetzung wurde vor allem auf zahlreiche Fachfirmen aus Mecklenburg-Vorpommern gesetzt.
Über ihre Motivation, sich auf ein so großes Projekt einzulassen, und die Herausforderungen, die so ein Vorhaben mit sich bringt, berichteten die Bauherren des Projekts vertreten durch Gunar Liebau, Geschäftsführer der Liebau Orthopädietechnik GmbH, und Andreas Markschies, Geschäftsführer der Medizintechnik Rostock GmbH. Das Vorhaben erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie dem Klinikum Südstadt.

Die Planungen für das Projekt begannen im Jahr 2022, der Baustart erfolgte 2023. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen im Baugewerbe – beispielsweise musste die für den Rohbau zuständige Firma mittendrin Insolvenz anmelden – konnte das Vorhaben innerhalb von rund zwei Jahren planmäßig umgesetzt werden. Das viergeschossige Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von rund 4.700 Quadratmetern und ist mit großzügigen Fensterflächen (mehr als 200 Fenster!), moderner Haustechnik und einer energieeffizienten Bauweise ausgestattet. Ergänzend stehen mehr als 100 Stellplätze im angrenzenden Parkhaus zur Verfügung.
Zu den Mietern zählen Facharztpraxen verschiedener Disziplinen, medizinische Versorgungszentren sowie gesundheitsnahe Dienstleister wie eine Apotheke, ein Sanitätshaus, eine Physiotherapie und ein Bäcker. Großmieter im Hause sind Dr. med. dent. Tina Sommer und ihr Mann René Sommer. Die beiden waren zuvor viele Jahre in Berlin und haben sich nun in Rostock niedergelassen. Sie betreiben seit Anfang des Jahres die zwölf Behandlungsräume große Zahnarztpraxis Dentinis-MV MVZ im neuen Ärztehaus. Sie lieferten ihre Geschichte aus der Sicht eines Mieters in dem neuen Ärztehaus und berichteten von ihren Erfahrungen auf ihrem Weg zur eigenen Praxis.
Die interdisziplinäre Ausrichtung des Zentrums soll kurze Wege und eine eng abgestimmte Behandlung der Patientinnen und Patienten ermöglichen. Besonderer Fokus liegt auf der Kooperation mit dem Klinikum Südstadt Rostock, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet.
Mit der Inbetriebnahme des Ärztehauses wird der Gesundheitscampus in der Rostocker Südstadt konsequent weiterentwickelt. Stadt, Klinikum und Investoren sehen darin einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung und zum Ausbau der medizinischen Infrastruktur in Rostock und der gesamten Region.

Gesundheitsregion MV startet ins Vereinsjahr 2026
Rostock (04.03.2026) – Mit einer Mitgliedervisite bei der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern in Rostock ist die Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V. in das Vereinsjahr 2026 gestartet. Im großen Hörsaal der Kammer informierte Dr. Tilo Schneider aus erster Hand sowohl aus Sicht des Haus- und Primärarztes als auch als Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung MV über den derzeitigen Stand und die von der Regierung geplanten Wege aus der angespannten Lage unseres Gesundheitssystems.
| Zur Person: |
| Der gebürtige Rostocker Dr. med. Tilo Schneider ist niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in seiner Heimatstadt. Seit März 2024 engagiert er sich berufspolitisch als stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV). Er vertritt das hausärztliche Ressort im Vorstand und betreibt eine überörtliche Gemeinschaftspraxis in Rostock-Schmarl sowie Zweigstellen auf dem Land in den Ortschaften Gelbensande und Blankenhagen. |
Gleich zu Beginn seines Vortrages stellte Schneider klar, das trotz aller strukturellen Probleme des Gesundheitssystems man in Deutschland im internationalen Vergleich immer noch ein sehr hohes Volumen an Gesundheitsleistungen erbracht werde. Allerdings seien die Herausforderungen besonders in finanzieller Hinsicht sehr groß. „Wir werden uns unser Gesundheitssystem, so wie es jetzt ist, in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr leisten können“, gab Schneider zu.
Besonders großen Anteil an den Kosten der Gesundheitsversorgung – ungefähr ein Drittel – nähmen die Krankenhäuser in Anspruch. Im europäischen Vergleich habe man in Deutschland sehr viele Betten pro Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern gäbe es allein 37 Häuser. Als eine der möglichen Maßnahme Kosten zu senken, so Schneider, werde man nicht um die Schließung von Notaufnahmen in kleineren Krankenhäusern herum kommen.

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune (Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz – GVSG) würde bislang kaum bis nur sehr schleppend umgesetzt. Dazu gäbe es zahlreiche weitere Riesenbaustellen, so Schneider. Er nannte in diesem Zusammenhang das Thema der Pflegeversicherung und das der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Letztere sei 25 Jahre alt. Einzelfälle würden extrem gering vergütet. Ärzte verdienen über die Menge von Patienten, sagte Schneider.
Das im September 2025 im Landtag auf den Weg gebrachte sogenannte Landarztgesetz, wonach eine Quote für Landärzte bei den Medizinstudienplätzen die Zahl der Ärzte in strukturschwachen Teilen des Landes mittelfristig erhöhen helfen soll, sieht Schneider skeptisch. Dabei müssen sich Bewerber auf diese Studienplätze verpflichten, mindestens zehn Jahre nach Abschluss des Studiums als Hausarzt oder Kinderarzt in unterversorgten ländlichen Regionen tätig zu sein. Dies ermöglicht ein Studium ohne den strengen NC.
Das Thema der elektronischen Patientenakte riss Schneider nur kurz an. „Da ist viel versprochen worden, aber kaum etwas ist umgesetzt“, so der Mediziner. Nur vier Prozent der Patienten hätte bis jetzt überhaupt den Zugang zu ihrer Akte aktiviert.

Als eine Möglichkeit, Kosten zu senken, die sich in seiner Praxis bewährt habe, bezeichnete Schneider die Delegation verschiedenster ärztlicher Tätigkeiten an Medizinische Fachangestellte (MFA). Dazu gehören Blutentnahmen, EKG, Lungenfunktionstests, Injektionen, Infusionen anlegen usw. Ebenso plädierte Schneider für Praxisverbünde und Zweigstellensysteme bei Praxen, um die medizinische Versorgung in ländlichen Bereichen zu sichern. Das habe seiner persönlichen Erfahrung nach mit den Zweigstellen in Gelbensande und Blankenhagen bewährt.

Für MV sieht der Mediziner die ärztliche Versorgungslage optimistisch: „Wir sind hier ganz gut aufgestellt“. Im deutschlandweiten Vergleich sei es hier tatsächlich nicht so dramatisch. „Wir haben verhältnismäßig viele Ärzte im Land“, so Schneider. Zwar seien davon viele schon älter, aber die Situation sei dennoch stabil. Die Nachwuchsquote sei annehmbar. Rund ein Drittel der Arztpraxen seien Neuzulassungen. Dazu würde sich durch den demografischen Wandel die Zahl der Patienten insgesamt landesweit allmählich verringern. Außerdem beobachte man eine deutliche Zunahme von Studierenden der Allgemeinmedizin an den Hochschulen in MV.

Gesundheitsregion MV blickt beim letzten Treffen des Jahres auf ein bewegtes Vereinsjahr zurück
Rostock (24.11.2025) – Zum geselligen Beisammensein und zur letzten Mitgliederversammlung des Jahres hatte der Vorstand des Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V. ins Rostocker ScanHotels City (ehemals Radisson Blu) eingeladen. Trotz nasskaltem, windigem Wetters folgten 28 Vereinsmitglieder – darunter zwei Frauen – der Einladung und ließen sich die Zusammenkunft nicht entgehen.
Vereinsvorsitzender Prof. Karl-Heinz Hauenstein ließ das Vereinsjahr 2025 noch einmal Revue passieren. Er erinnerte an die Auftaktveranstaltung im April, bei der Bankexperten über Entwicklungen auf den europäischen und internationalen Finanzmärkten informierten, an die Diskussionsrunde im Mai zum Thema „Covid-19 und seine Langzeiterkrankungen – Medizinische Versorgung zwischen Anspruch und Realität“ sowie an die Herbstversammlung im Oktober. Dort hatte ein Pilzcoach die Mitglieder bei einem Workshop im Wald auf die kommende Pilzsaison vorbereitet.
Besonders hob Hauenstein die Veranstaltung im Mai hervor, die sich intensiv mit dem Thema Long Covid beschäftigte. An der Informations- und Gesprächsrunde nahm auch die Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Simone Borchardt, teil. „Möglicherweise haben wir mit unserer Veranstaltung einen kleinen Beitrag zur im November gestarteten Initiative der Bundesregierung zur Long-Covid-Problematik geleistet“, so Hauenstein. In Berlin wurde damals ein Projekt gegen postinfektiöse Erkrankungen auf den Weg gebracht. Von 2026 bis 2036 sollen jährlich 50 Millionen Euro für die Erforschung von ME/CFS sowie postviralen Autoimmunerkrankungen bereitgestellt werden.
Nach den formalen Tagesordnungspunkten – darunter die Berichte von Kassenführer Norbert Lüdde und Kassenprüfer Sven Regener sowie deren Entlastung und die des Vorstandes – gab Hauenstein einen Ausblick auf das geplante Vereinsprogramm für 2026. Auch in diesem Jahr soll es wieder vielfältig und spannend werden. Geplant ist unter anderem ein Besuch beim Physiotherapeuten der Rostocker Seawolves, verbunden mit dem Besuch eines Spiels der erfolgreichen Basketballmannschaft. Zudem sind verschiedene Exkursionen angedacht, wie zum Beispiel zur international tätigen Arzneimittelfirma Cheplapharm Arzneimittel GmbH in Greifswald und Marinestützpunkt Hohe Düne. Außerdem stellte der Vereinsvorsitzende Themen für Informations- und Disskusionsabende vor. Mit dabei exemplarisch: Künstliche Intelligenz in der Medizin – Revolution oder Risiko?; Ausblick auf die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu Zeiten des Ärztemangels; die Einführung des Primärarztsystems und die Bedeutung der elektronischen Krankenakte sowie die Rolle der Universitäten und Privatuniversitäten bei Ausbildung und Lehre in Zeiten des Ärztemangels.
Als besonderer Höhepunkt des Abends war diesmal Fußballschiedsrichter Bastian Dankert zu Gast. Der gebürtige Schweriner (Jahrgang 1980) gewährte spannende Einblicke in seine Laufbahn als Schiedsrichter und Video-Assistent – sowohl in der Bundesliga als auch auf internationalem Parkett. Dankert, der seit über zehn Jahren FIFA-Schiedsrichter ist, sorgte mit unterhaltsamen Anekdoten und überraschenden Fakten für beste Stimmung. So erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass er pro Spiel im Schnitt 10 bis 12 Kilometer zurücklegt, einen großen Teil davon im Sprint, und dabei bis zu 200 Entscheidungen treffen muss – viele davon innerhalb weniger Sekunden. Das große Interesse des Publikums zeigte, dass der Verein bei der Auswahl seines Gastes ein glückliches Händchen bewiesen hatte.
Gesundheitsregion macht sich schlau in Sachen Finanzmärkte
Rostock (08.04.2025) – Die Finanzwelt ist in Bewegung wie seit langem nicht mehr. Der Kurs des neuen US-Präsidenten Donald Trump gibt massiven Raum für Spekulationen, Hoffnungen und mehr noch Ängsten. Die Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein gutes Gespür bewiesen und eine der brennendsten aktuellen Entwicklungen zum Thema ihrer Auftaktveranstaltung 2025 gemacht. Experten der apoBank mit Vereinsmitglied Florian Friedrich, Direktor der Filiale Private Banking Rostock, und Kai Hoffmann, Spezialist Portfoliomanagement, referierten zur Entwicklung der Aktienmärkte weltweit im Spannungsfeld der europäischen und internationalen Politik und der wirtschaftlichen Entwicklungen sowie der bestehenden Unsicherheiten.
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Gesundheitsregion plant 2025 – Hauenstein: „an Bewährtem festhalten“
Rostock (20.12.2024) – Die Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V. will ihren Mitgliedern auch im Jahr ein abwechslungsreiches Programm anbieten, das den Austausch zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen ebenso beinhaltet wie das vielfältige gesellige Vereinsleben als kleinen Ausgleich zum Stress des beruflichen Alltags. „Dieser Mix hat sich in den gut eineinhalb Jahrzehnten des Bestehens unseres Vereins bewährt. Daran werden wir auch in Zukunft festhalten“, kündigte Vereinsvorsitzender Prof. Karlheinz Hauenstein auf der Jahresmitgliederversammlung im Rostocker Hotel Radisson blu an.
Visiten in Rostock bei der LiEBAU orthopädietechnik GmbH und der Dr. Diestel GmbH brachten den Mitgliedern das Profil weiterer über die Grenzen der Hansestadt und des Landes Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich tätiger Unternehmen nahe. Das schon traditionelle Private Viewing zu einem sportlichen Großereignis – in diesem Jahr zur Fußball-EM in Deutschland – ist aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Unvergessen dürfte allen Mitseglern der Törn auf der Pommernkogge Ucra zur HanseSail im August bleiben.
Dennoch lief nicht alles nach Wunsch. „Leider konnten einige geplante Aktivitäten aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden“, bedauerte Prof. Hauenstein. Eine erneute Visite im Friedrich-Löffler-Institut. Eine gemeinsame gesundheitspolitische Veranstaltung mit dem Unternehmerverband Mecklenburg-Vorpommern sowie Dr. Antje Draheim (SPD), Staatssekretärin im Bundes-Gesundheitsministerium, und Dr. Christiane Stehle, Ärztlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock blieb aus unterschiedlichen Gründen in der Planung stecken. Letztere soll ein Eckpunkt des Programms für das nächste Jahr werden. „Ob das gelingt, hängt natürlich auch von den politischen Gegebenheiten ab“, gab Prof. Hauenstein zu bedenken.
Unabhängig davon gibt es für 2025 eine Reihe von Anregungen, das Vereinsleben so vielfältig wie möglich zu gestalten. Dazu zählen:
– Nach der Corona-Pandemie
– Auswirkungen der Krankenhausreform auf Mecklenburg-Vorpommern
– Entwicklung der Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern – Ausbildung und Rolle der Privatuniversitäten im Zeichen des Ärztemangels
– Entwicklung der Marine in Rostock
– Kardiometabolisches Risikomanagement in Arztpraxen
– Veranstaltung mit dem ehemaligen Ärztepräsidenten Prof. Montgomery
– Angeln auf der Kogge zur HanseSail
– Interessantes von den Finanzmärkten
– Pilzwanderung
– Unternehmensvisite bei Cheplapharm GmbH in Greifswald
„Wir werden alle Vorschläge sichten und dann entscheiden, ob und was wir wann umsetzen können“, sagte Prof. Hauenstein.
Der Vorstand wurde bei einer Nachwahl mit Steuerberater Mathias Parbs komplettiert. Das Gründungsmitglied tritt die Nachfolge des im Frühjahr vergangenen Jahres leider verstorbenen Vereinsmitglieds Dr. Jürgen Grümmert an. Parbs gibt deshalb die Funktion als Kassenprüfer an Sven Regener, Leiter der Geschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern der PVS Schleswig-Holstein Hamburg, ab.
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Gesundheitsregion setzt Segel auf der HanseSail
Rostock (11.08.2024) – Die Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern setzt die Segel auf der HanseSail. 20 Mitglieder mit ihren Partnern haben auf dem größten maritimen Ereignis des Landes einen tollen Törn auf der Pommernkogge Ucra erlebt. „Das Wetter war sehr schön, aber etwas zu viel Wind. So konnte das Segel auf offener See nicht gesetzt werden“, berichtete Schatzmeister Norbert Lüdde. Auf der Rückfahrt auf der Warnow gab es dann aber doch noch Gelegenheit, sich in der seemännischen Grundausbildung zu üben. „Mit 5,9 Knoten – also etwas über 10 km/h – ging es dann zurück, und Vereinsmitglieder halfen kräftig mit beim Segel setzen und wieder raffen“, sagte Schatzmeister Lüdde. „Es war wunderschön, alles war sehr gut organisiert.“
Die Kogge ist ein Bildungserlebnis der ganz besonderen Art – ein schwimmendes Museum zur Geschichtsvermittlung der Hansezeit. Mit der Rekonstruktion der mittelalterlichen Ostseekogge wurde im Jahre 2001 begonnen. Sie wurde in der historischen Werft des Ukranenlandes gebaut und ist seit 2011 Eigentum der Stadt Torgelow. Historische Vorbilder sind: eines der ältesten Schiffsmodelle (um 1450) aus Ebersdorf in Sachsen sowie die Darstellung des Dreikönigsaltars des Kulturhistorischen Museums in Rostock und ebenfalls der 1962 im Weserschlamm entdeckte Fund einer mittelalterlichen Kogge. Heimathafen der Ucra ist das Seebad Ueckermünde.
Die Ucra war nur eines von insgesamt 138 Traditionsseglern, die auf der Sail die Segel setzten. Insgesamt wurden für die vier Tage 16 000 Tickets für Ausfahrten auf den Schiffen verkauft. Nach Angaben der Organisatoren der Sail besuchten fast 500 000 Gäste das traditionelle Großereignis in der Hansestadt.
Fotos: Lüdde
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