Dr. Langner: “Hyperthermie hat mich nicht losgelassen”

9. Mai 2012 – 9. Visite der Gesundheitsregion “Mecklenburg-Vorpommern e.V.” mit Einblicken zu Hyperthermie und Oncothermie

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Rostock (09.05.2012) – „Das Thema Hyperthermie ist mir immer wieder über den Weg gelaufen und hat mich nicht mehr losgelassen. Wenn ich etwas mache, dann will ich auch das dicke Brett bohren“, gestand Dr. Ronald Langner den Mitgliedern der „Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern“ auf der 9. Visite des Vereins im Rostocker penta Hotel. Das Engagement hat sich gelohnt.  „Wir haben schon viele Patienten behandelt. Der Strom reißt nicht ab“, sagte Dr. Langner, der der in der Rostocker Südstadt seit 2006 eine eigene Praxis hat. „In meiner Therapie konzentriere ich mich auf den aktuellen schulmedizinischen Fortschritt und biete in Abhängigkeit vom Krankheitsbild komplementärmedizinische Behandlungsvarianten an“, sagte der Mediziner, der bis 1995 an der Rostocker Universität studiert hat und dort zwei Jahre später promovierte.

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Dr. Ronald Langner (l.) und Prof. Andrász Szasz

 

Dr. Langner berichtete aus seinen rund zweijährigen Erfahrungen mit Hyperthermie und Oncothermie. In seiner Praxis steht das einzige Gerät in Mecklenburg-Vorpommern, mit dem derartige Behandlungen durchgeführt werden. Bundesweit gibt es etwa 100.

 

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Die Oncothermie ist eine Weiterentwicklung einer der ältesten Behandlungsmethoden der Onkologie, der Hyperthermie. Im Gegensatz zur Hyperthermie handelt es sich dabei nicht nur um eine einfache Tiefenerwärmung sondern um eine Kopplung aus der bekannten Tiefenerwärmung und dem Einsatz eines elektrischen Feldes mit einer Trägerfrequenz von 13,56 MHz. Dieses elektrische Feld wird mit Hilfe von zwei aktiven Elektroden generiert. Die Position der beweglichen Elektrode ist abhängig vom Behandlungsbereich, die zweite festgesetzte Elektrode befindet sich komplett unterhalb des Patienten und ist im Therapiebett integriert.

Im Vergleich zur klassischen Hyperthermie, bei der es zu Verbrennungen kommen kann, arbeitet die Oncothermie mit wesentlich niedrigerer Temperatur. Während die klassische Hyperthermie mit einer Wärme von 42 Grad Celsius arbeitet, erreicht die Oncothermie bereits bei 38 Grad Celsius eine höhere Wirkung.

Quelle: Oncothermie und Hyperthermie – die Methode 

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Herzlich begrüßter Gast der Visite war Prof. Dr. András Szász, Entwickler der Oncothermie. “Wir haben 1988 begonnen. Mittlerweile wird unsere Technologie in 24 Ländern angewandt, weltweit werden momentan jährlich rund 100 000 Behandlungen durchgeführt“, erläuterte der Ungar. Szász blickt auf eine lange wissenschaftliche Karriere zurück und ist noch immer aktiv im Bereich der universitären Forschung tätig. Er hat sein Diplom in der Physik gemacht und 25 Jahre an der ELTE Universität Budapest gearbeitet.

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Die Firma Oncotherm wurde 1988 von Prof. Dr. András Szász gegründet und entstand auf der Grundlage einer Forschungsarbeit der Eötvös Science University, Budapest. Der bahnbrechenden Entwicklung der Elektrohyperthermie-Methode folgte die permanente und unablässige Weiterentwicklung der medizinischen und technischen Aspekte. Mittlerweile hat sich die im Allgemeinen als „Oncothermie“ bezeichnete Methode zu einem der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren in Europa entwickelt.

Quelle: Firma Oncotherm – die Philosophie 

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Prof. Szász vermittelte den Mitgliedern anschaulich und zugleich amüsant plaudernd Einblicke in das Themengebiet, das sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten rasant entwickelt hat. „Man darf nicht in den Gedanken verfallen, dass das ein Allheilmittel ist. Aber in Kombination mit der Schulmedizin ist das eine additive und sehr gute Methode“, sagte Vereinsvorsitzender Prof. Karheinz Hauenstein,  Direktor des Instituts für Radiologie an der Universität Rostock.

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