Mehr Plätze für die Blutwäsche

13. Mai 2014 – 12. Visite der “Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V.” zur Eröffnung des Dialysezentrums Ribnitz-Damgarten

Auf Initiative von Dr. med. Wolfgang Ramlow, Nephrologe aus Rostock und Mitglied in der Gesundheitsregion MV, führte die zweite Veranstaltung des Jahres nach Ribnitz-Damgarten. Die Neueröffnung der mit einem Investitionsaufwand von 2,5 Millionen Euro gebauten Einrichtung fand gemeinsam mit Gästen aus der Ribnitzer Ärzteschaft, der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens statt. Die regionalen Medien widmeten dem Ereignis breiten Raum. Nachstehend ein Beitrag aus der Ostsee-Zeitung, Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten vom 14.05.2014.

 

 

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Ribnitz: Jetzt mehr Plätze für die Blutwäsche

Für 2,5 Millionen Euro wurde in der Bernsteinstadt ein neues Dialysezentrum gebaut. Gestern wurde es eingeweiht.

14.05.2014 00:00 Uhr

 

Ribnitz-Damgarten. “Anfang des Monats ging es richtig los”, erzählt Sylvine Völkel. Als leitende Schwester ist sie zusammen mit ihren Kollegen für die Versorgung der Patienten im neu gebauten Dialysezentrum verantwortlich. Der Umzug von der Ulmenallee in die Sanitzer Straße verlief reibungslos. Gestern konnte das Dialysezentrum offiziell eingeweiht werden.

 

Mit drei Krankenschwestern und Platz für sieben Dialysepatienten starteten die Ärzte Dr. Michael Tieß und Dr. Wolfgang Ramlow im Herbst 1997 in Ribnitz-Damgarten die Versorgung von Dialysepatienten. “Der alte Standort war nicht mehr optimal”, erläutert Dr. Ramlow. Nicht nur der Transport mancher Patienten in dem mehrstöckigen Ärztehaus in der Ulmenallee war schwierig; auch der Platz reichte nicht mehr. Nun stehen im neuen Dialysezentrum insgesamt 31 Plätze zur Verfügung. Damit können 63 chronisch kranke Patienten aus Ribnitz-Damgarten und Umgebung sowie Ferienpatienten versorgt werden. “Wir wollen auch das Konzept der interdisziplinären Versorgung verbessern”, sagte Dr. Wolfgang Ramlow mit Blick auf das Thema Austausch zwischen Fach- und Hausarzt.

 

Die Dialyse – Blutwäsche – ist bei schweren Nierenerkrankungen notwendig. Dazu wird das Blut mittels einer Maschine gereinigt; sie übernimmt die Funktion der Niere. Vier bis fünf Stunden dauert die Blutreinigung; dreimal die Woche muss jeder Patient diese Zeit aufbringen.

 

“Meist entsteht eine Nierenerkrankung als Folge von Diabetes und Bluthochdruck”, erklärt Diplommediziner Heiko Mehlhorn. Der Spezialist für innere Medizin und Nephrologie (Nierenkunde) arbeitet seit 2009 mit den Dialysepatienten der Region.

 

An dem neuen Gebäude gefällt ihm vor allem die helle und freundliche Atmosphäre.

 

Aber nicht nur chronisch Kranke aus Ribnitz-Damgarten und Umgebung sind auf die Blutreinigung angewiesen. “Wir können jetzt auch Dialyse-Patienten, die ihre Ferien in der Region verbringen, entsprechend versorgen”, macht Dr. Michael Tieß deutlich.

 

Mussten in Ribnitz noch bis Anfang diesen Jahres Ferienpatienten immer wieder vertröstet werden und diese dann ihren Weg nach Rostock antreten, können Besucher trotz ihrer Krankheit den Aufenthalt in der Urlaubsregion nun etwas unbeschwerter genießen.

 

2,5 Millionen Euro wurden vom Rostocker Praxisverbund für Dialyse und Apherese insgesamt investiert.

 

Paula Mittermayer

Quelle: Ostsee-Zeitung, Ausgabe Ribnitz-Damgarten vom 14.05.2014

      

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