Minister Glawe: “Gut funktionierende Strukturen sollten weiter ausgebaut werden”

  1. Oktober 2018 – Ärztekammer Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern – Prävention und Gesundheitsförderung in Klinik und Praxis

 

Rostock (17.10.2018) –  Prävention und Gesundheitsförderung spielen in unserer älter werdenden Gesellschaft eine immer größere Rolle. Diesem Thema widmete sich die Veranstaltung „Gesundheitsförderung und Prävention in Klinik und Praxis – Eine Veranstaltung für Ärzte, Schwestern/MFA und alle mit der Gesundheitsförderung und Prävention befassten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern“ in der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. „Sie leisten täglich einen wertvollen Beitrag für ein gesundes Leben in Mecklenburg-Vorpommern. Prävention und Gesundheitsförderung … müssen in allen Lebenswelten greifen, um die Menschen genau dort zu erreichen wo sie leben, lernen und arbeiten“ hieß es in einem Grußwort von Harry Glawe (CDU), Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.  „Die bereits bestehenden und gut funktionierenden Strukturen im Land sollten zukünftig weiter ausgebaut und verdichtet werden.“

 

 

Wie schon bei der Erstauflage 2017 wurde die Veranstaltung unter Federführung unserer Vereinsmitgliedes Dr. Mark Richter, Regionalleiter Gesundheitsmanagement Berlin-Chemie AG, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand organisiert. Die wissenschaftliche Leitung hatte erneut unser Vorsitzender Prof. Karlheinz Hauenstein.

 

Kompetente Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen bereicherten die Fortbildungsveranstaltung mit ihren Referaten. Dabei standen unter anderem Vorträge zur Sekundärprävention von Herzerkrankungen und Diabetes sowie zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten bei Herz-Kreislauferkrankungen auf dem Programm. Für die Schwestern wurden in einem separaten Workshop interkulturelle Aspekte der Patientenkommunikation und die Möglichkeiten und Grenzen der Diabetikerberatung besprochen.

+++++

 

ZUM THEMA:

 

Gesundheit ist ein entscheidender Faktor für ein gutes Leben. Das sich durch die Alterung der Bevölkerung veränderte Krankheitsspektrum hin zu chronischen Erkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus, sowie die Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern effektive Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung.

 

Der Nutzen der medizinischen Prävention, beispielsweise durch Impfungen, ist unbestritten, wobei die medizinische Prävention nur eine Dimension darstellt. Im Gegensatz zur Prävention, die sich auf Risikofaktoren bezieht, Krankheiten verhindern will und damit eine pathogenetische Sichtweise auf den Menschen einnimmt, orientiert sich die Gesundheitsförderung an der salutogenetischen Sicht. Der Stärkung der individuellen Ressourcen, Schutzfaktoren sowie Eigenverantwortung kommt ein besonderer Stellenwert zu.

 

Neben den persönlichen Kompetenzen des Einzelnen wird die Gesundheit u. a. durch Faktoren wie Familie, Umfeld, Arbeitsbedingungen und Bildung beeinflusst. Ein koordiniertes Zusammenwirken aller Akteure kann dazu beitragen, dass sich diese Faktoren positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken.

 

Ärzte können neben der Früherkennung von Krankheiten auch eine primär- und sekundärpräventiv orientierte Beratung und Begleitung ihrer Patienten leisten und sie ermutigen, gesundheitsschädigende Verhaltensweisen abzustellen und zur Inanspruchnahme von präventiven Angeboten motivieren.

 

Der komplette Beitrag im pdf-Format