Prof. Dr. Karl Lauterbach: „Region hier macht vieles richtig“

26. März 2013 – Veranstaltung mit Prof. Dr. Karl Lauterbach, Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion  „Woran krankt das Gesundheitssystem – Wie kann man es zukunftssicher machen“ “Admirals Club” der Yachthafenresidenz Hohe Düne/Warnemünde

 Rostock/Hohe Düne (26.03. 2012) – Spitzenpolitiker Prof. Dr. Karl Lauterbach hat der Entwicklung des Gesundheitswesens in Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Zeugnis ausgestellt. „Die Region hier macht vieles richtig. Es wird versucht, alle Ebenen einzubinden und die Dinge im Konsens zu entwickeln”, sagte der Gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion am 26. März auf einer Veranstaltung des Vereins  „Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ im „Admiral´s Club“ der Yachthafenresidenz Hohe Düne/Warnemünde. Der Bundestagsabgeordnete referierte in dem außergewöhnlichen Ambiente an der mecklenburgischen Ostseeküste vor den Toren der Hansestadt Rostock zum Thema „Woran krankt das Gesundheitssystem – Wie kann man es zukunftssicher machen“.

 

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Prof. Dr. Karl Lauterbach

 

Das Thema bewegt die Nation. Es gibt mehr offene Fragen als verbindliche Antworten. Einige davon riss Lauterbach an und stellte seine Thesen zur Diskussion. „Die Qualität der Medizin wird immer mehr zum öffentlichen Gut. Das hat die Technik möglich gemacht“, sagte der international renommierte Experte. Angesichts dessen werde sich die medizinische Entwicklung in den kommenden Jahren „dramatisch beschleunigen“.

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Ebenfalls bahnbrechende Fortschritte bescheinigte Prof. Lauterbach der Krebsforschung. „Die Früchte davon werden wir in fünf bis zehn Jahren ernten“, glaubt der 50 Jahre alte promovierte Mediziner, der auch in den USA studiert hat. Deutschland werde davon seiner Ansicht nach aber nur unterproportional partizipieren. „In einigen Bereichen nehmen wir an der Revolution teil, aber wir treiben sie nicht“, erklärte der Politiker.

 

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Nach Ansicht von Lauterbach wird auch die Qualität der medizinischen Versorgung immer mehr öffentlich. „Die Unterschiede zwischen den Anbietern werden die öffentliche Diskussion mitbestimmen. Da haben wir zum Teil Nachholbedarf“, konstatierte der Professor. Die Gefahr, dass die Kosten für die medizinische Versorgung der Bevölkerung aus dem Ruder laufen, sieht er eher nicht und hält die Diskussion darüber für nicht mehr zeitgemäß. „Es stellt sich die Frage, wie können wir die Versorgung mit dem zur Verfügung stehenden Potenzial sicherstellen? 70 Prozent der Kosten sind Personalkosten“, sagte Lauterbach. Nach derzeitigen Analysen müssten vier von zehn Kindern im Grundschulalter später beruflich im medizinischen Bereich angesiedelt sein. Das sei derzeit undenkbar.

 

  

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Vereinsvorsitzender Prof. Dr. Karlheinz Hauenstein im Gespräch mit Prof. Dr. Lauterbach

 

Lauterbach sieht einen Trend der Vorbeugemedizin. „Sie wird gepaart sein mit dem öffentlich werden. Was möglich ist, wird eine Riesenrolle spielen. Das wird so eine Art neue Religion werden“, sagte er. Die Wellness-Kultur werde zunehmend der medizinischen Vorbeugemedizin Platz machen.

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